Herbstdienstversammlung Donau-Lech
Herbstdienstversammlung der Feuerwehrführungskräfte im Inspektionsbereich Donau/Lech.

V.l.n.r.: SBM Thomas Stecker; SBI Alexander Zobel; OB Jürgen Sorré; KBI Jürgen Scheerer; KBR Heinz Mayr; Stellv. Landrätin Claudia Marb; Stellv. Kdt. Martin Heckl; Kdt. Christian Lix; Kdt. Wolfgang Engelhard; Johann Eisenbarth; KBM Jürgen Haschner; Robert Steinberger; KBM Volker Großmann; KBM Manuel Stangl; KBM Mike Kühnel
Die Feuerwehrführungskräfte und Jugendwarte von 50 Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich Donau/Lech, zu dem auch die Große Kreisstadt Donauwörth gehört, trafen sich kürzlich im Gasthaus Hoser in Auchsesheim zur jährlichen Herbstdienstversammlung. Die Veranstaltung bot einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Einsatzjahr und einen Austausch über die Herausforderungen der Feuerwehren in der Region.
Kreisbrandinspektor Jürgen Scheerer eröffnete die Versammlung und begrüßte zahlreiche Feuerwehrleute sowie prominente Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter Oberbürgermeister Jürgen Sorré, die stellvertretende Landrätin Claudia Marb, Regina Rybka vom LRA, zuständig für Brand- und Katastrophenschutz, und Kreisbrandrat Heinz Mayr. In seinem Jahresbericht für 2025 zog Scheerer eine eindrucksvolle Bilanz der geleisteten Arbeit. Die Statistik verdeutlicht das breite Spektrum der Aufgaben, denen sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte täglich stellen müssen.
Die Einsatzzahlen für das Jahr 2025 im Überblick
- 192 Brände
- 292 Einsätze der technischen Hilfeleistung
- Weit über 100 sonstige Tätigkeiten
Besonders die hohe Anzahl an Einsätzen im Bereich der technischen Hilfeleistung habe die Feuerwehren das gesamte Jahr über gefordert und die Wichtigkeit moderner Ausrüstung und ständiger Schulungen unterstrichen.
Der Bericht hob das enorme Engagement der Feuerwehrdienstleistenden hervor. Insgesamt kamen im Jahr 2025 im Bereich Donau/Lech weit über 9.000 ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen. Kreisbrandinspektor Jürgen Scheerer dankte allen Anwesenden für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Hingabe. Die beeindruckende Stundenbilanz zeigte, dass die Feuerwehrleute stets bereit sind, ihr Leben für das Wohl und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu riskieren. Die Versammlung diente auch dem kameradschaftlichen Austausch und der Planung für das kommende Jahr.
In der Versammlung wurde neben den Einsatzzahlen auch die immense Bedeutung der Aus- und Weiterbildung auf Kreisebene betont. Diese erfordert jährlich viele Stunden, die in Lehrgänge und Übungen investiert werden. Kreisbrandinspektor Jürgen Scheerer hob hervor, dass dieser essenzielle Bereich ohne das unermüdliche Engagement zahlreicher Ausbilder, Ausbilderinnen und Helfer nicht zu bewältigen wäre. Ihre ehrenamtliche Arbeit sichert, dass die Einsatzkräfte stets optimal für die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet sind.
Vorträge und Berichte
Thomas Hantke vom THW Donauwörth referierte über das wichtige Thema „Marsch geschlossener Verbände“ und informierte über die rechtlichen und praktischen Aspekte der Koordination größerer Einsatzformationen.
Inspektionsjugendwart Stefan Eder berichtete über die aktuelle Situation in der Jugendarbeit. Er lobte ausdrücklich das große Engagement der Jugendwartinnen und Jugendwarte, deren unermüdlicher Einsatz die Zukunft der Feuerwehren in der Region sichert.
Ausbilder Alexander Marb gab einen detaillierten Einblick in die Grundausbildung und informierte über die Ausbildung nach FWDV2 im Jahr 2025, die als unverzichtbare Grundlage für alle weiterführenden Lehrgänge an den Bayerischen Feuerwehrschulen dient.
Weitere wichtige Themen waren die Digitalisierung und Spezialisierung: Kreisbrandmeister Simon Srownal berichtete über die erfolgreiche Einführung und Schulung der digitalen Alarmierung bei den Feuerwehren. Ergänzend dazu gab Kreisausbilder Marco Zeltner einen Überblick über die spezielle Ausbildung zur Bekämpfung von Vegetationsbränden und stimmte die Anwesenden auf bevorstehende Schulungen in diesem Bereich ein.
Politik sagt Unterstützung zu: Hohe Wertschätzung für das Ehrenamt
Die anwesenden politischen Vertreter nutzten die Gelegenheit, ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit auszudrücken. Oberbürgermeister Jürgen Sorré würdigte die Arbeit der Feuerwehren ausdrücklich und betonte, dass die Unterstützung der Feuerwehren auch in finanziell schwierigen Zeiten gewährleistet bleibe.
Die stellvertretende Landrätin Claudia Marb schloss sich dem Dank an, hob die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Feuerwehren mit dem Landratsamt hervor, bot auch künftig ihre volle Unterstützung an und wünschte allen für die Zukunft alles Gute.
Ehrungen für langjährigen und verdienten Einsatz
Ein feierlicher Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung verdienter Feuerwehrdienstleistender für ihr herausragendes Engagement:
Mit dem Ehrenkreuz in Silber wurden ausgezeichnet:
- Johann Eisenbahrt (FF Donaumünster Erlingshofen)
- Robert Steinberger (FF Donaumünster Erlingshofen)
- Christian Lix (FF Hamlar)
Die Ehrennadel in Silber der Feuerwehr im Landkreis Donau-Ries erhielten:
- Wolfgang Engelhard (FF Neuhausen)
- Martin Heckl (FF Schäfstall)
- Thomas Roßkopf (FF Burgmannshofen)
Kreisbrandrat Heinz Mayr dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement im Jahr 2025. Er gab einen Ausblick auf zukünftige Aufgaben und wünschte den Feuerwehrleuten viel Erfolg sowie eine stets unfallfreie Rückkehr von ihren Einsätzen.
